Die Biologische Transformation an der RWTH Aachen University: Durch einen Paradigmenwechsel zur Nachhaltigkeit

  Biologische Transformation als Verknüpfung Urheberrecht: Profilbereich ProdE  

Gemeinsamer Workshop der Profilbereiche Production Engineering, Medical Science & Technology, Molecular Science & Engineering der RWTH Aachen

Die Biologische Transformation an der RWTH Aachen University:
Durch einen Paradigmenwechsel zur Nachhaltigkeit

Die Biologische Transformation ist ein Sammelbegriff für die Integration von Prinzipien der Natur in die Wertschöpfungskette und für die Entwicklung von Problemlösungen und Produkten mit Hilfe der Lebenswissenschaften. Der Begriff beschreibt einen Paradigmenwechsel, angetrieben durch den Erkenntnisgewinn beispielsweise in der Medizintechnik, der Biotechnologie oder der Produktion. Biologisierung und Digitalisierung werden als konvergierende Prozesse aufgefasst, die sich gegenseitig verstärken und neue Lösungsansätze für grundlegende Fragestellungen eröffnen können.

Bionik oder generative Algorithmen werden in Konstruktion und Design schon länger diskutiert, KI/ML-Algorithmen auf Basis evolutionsbiologischer Prinzipien sind derzeit ebenso stark im Gespräch wie KI-basierte Methoden zur Detektion von Krankheitssymptomen. Die Entwicklung und Verwendung neuer Klassen von Werkstoffen und Materialien verspricht viele Möglichkeiten in breiten Anwendungsfeldern nachhaltiger Produkte, biokompatibler Prothesen und innovativer Verfahren. Ökosysteme und Schwarmintelligenz sind zum Ausgangspunkt moderner ökonomischer resillienter Wertschöpfungsarrangements geworden, neuartige biobasierte Wirkstoffe ermöglichen zukünftig die Substitution umweltschädlicher synthetischer Produkte.

Die biologische Transformation eröffnet neue und zukunftsweisende Handlungsfelder in der Forschung, sie birgt jedoch auch zahlreiche Herausforderungen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern hat in der jüngsten Vergangenheit zu ersten wegweisenden und zukunftsorientierten Lösungen komplexer Fragestellungen geführt. Doch welche Kompetenzen hat die RWTH in diesem Themenfeld und welchen Herausforderungen sieht sie sich gegenübergestellt? Wie können Schnittmengen identifiziert und unterschiedlichste Kompetenzen zielführend zur Begegnung der Herausforderungen aggregiert werden?

Diese Fragen gehen die Profilbereiche Medical Science & Technology (MedSt), Molecular Science & Engineering (MSE) und Production Engineering (ProdE) in einem Coopertions-Workshop gemeinsam an.

Das Ziel des Workshops ist es, Ihre aktuellen Forschungsfelder und Kompetenzen sowie Herausforderungen im Themenfeld der Zusammenführung technischer, biologischer und informationstechnischer Komponenten zu diskutieren und im interdisziplinären Austausch innovative Forschungsfelder zu identifizieren. Basierend auf dem Workshop wird eine Kompetenzmatrix entstehen, anhand der die interdisziplinär wertvollen Kompetenzen an der RWTH schnell identifiziert werden können und das Potential zur Bildung einer Future Growth Area an der RWTH abgeschätzt werden kann.

Angehörige der RWTH Aachen und der Fraunhofer-Institute, die sich mit diesem Thema auseinander setzten und sich dort verorten möchten, sind zu diesem Workshop herzlich willkommen.
Termin: Dienstag, 19. Mai 2020, von 14:00 - 17:30 Uhr (entfällt - neuer Termin wird bekannt gegeben!)